Haus MIA-ALMA

zurück zu Einrichtungen

Haus MIA-ALMA

Das Haus MIA wurde am 14.6.2003 eröffnet und widmet sich exklusiv den Problemen von minderjährigen Mädchen. Dazu gehören: Zwangsehen, Kinderarbeit, Missbrauch, Vergewaltigungen, ungewollte Schwangerschaft und Verbannung aus der Familie aufgrund von HIV/AIDS.

Die meisten Mädchen werden durch dessen guten Ruf auf das Haus MIA aufmerksam. In den Straßen der Großstadt findet Souleymane Nana nachts immer wieder minderjährige und verlassene Mädchen. Dort gibt es Kinder in großer Not. Auch die Action Sociale oder das Netzwerk RSDP/F, vergleichbar mit dem Sozialamt in Deutschland, schickt Mädchen. Der Erfolg von Haus MIA zeigte, wie hoch der Bedarf für Mädchen in Not ist, so dass am 31.1.2008 Haus ALMA als zweite Einrichtung seine Türen öffnete. Im Zuge der umfangreichen Umbaumaßnahmen im Jahr 2014 wurden beide Häuser auf einem größeren Gelände zusammengelegt. Beide Häuser werden liebevoll und unter Einsatz seiner ganzen Kraft, von Souleymane Nana geleitet. Außer ihm kümmern sich weitere pädagogische Mitarbeiter um die Begleitung der Mädchen und Betreuung ihrer Kinder und Babies.

Ausbildung in der Schneiderei

Ausbildung in der Schneiderei

Die Tätigkeiten des Hauses MIA-ALMA umfassen Unterbringung, soziale, psychologische und medizinische Betreuung, Ausbildung, Kommunikation sozialen Verhaltens, Sexuallaufklärung, Betreuung und Früherziehung der zum Teil schwer traumatisierten Babys und Kleinkinder, sowie die Wiedereingliederung der jungen Frauen in die Gesellschaft. In kleinen Gruppen und in einer Atmosphäre der Geborgenheit werden die Traumata verarbeitet. Selbstvertrauen wird geweckt und handwerkliche Fähigkeiten werden vermittelt. Die spätere Wiedereingliederung in stabile soziale Verhältnisse wird vorbereitet und begleitet. Verschiedene Lernangebote und moralische Unterstützung ermöglichen den jungen Frauen eine Zukunft, in der sie selbst ihr Schicksal auf positive Weise bestimmen können. Auch kleine Maßnahmen werden finanziert, oft in Verbindung mit der Eröffnung eines Kontos. Die medizinische Versorgung umfasst Krankenhausaufenthalte oder Besuche bei Spezialisten, den Kauf von Medikamenten und auch, sorgfältig ausgewählt, den Umgang mit traditionellen Heilmethoden. Beinahe ein Drittel der Mädchen ist HIV-positiv. Dies wird überall klar dargestellt und ausgesprochen, damit die Bevölkerung lernt, dass man gemeinsam mit HIV-positiven bzw. Aidskranken Menschen leben kann. Einer der Hauptgründe für den frühen Tod vieler junger Mädchen ist die Verbannung aus der Familie wegen HIV/AIDS. Es ist ein Anliegen des Hauses MIA-ALMA der Öffentlichkeit zu zeigen, dass ein Zusammenleben möglich ist.

Mädchen mit Nähmaschine

Mädchen mit Nähmaschine

Der Ausbildungsbereich umfasst das Schneidern, Töpfern und Kochen in den internen Werkstätten. Es werden auch externe Ausbildungsplätze organisiert. Alle Mädchen gehen in Abendkursen zur Schule. Oft wird zusammen gesessen und über Themen wie Moral, korrektes Verhalten, Respekt und Familienleben diskutiert.

Souleymane Nana und seine Mitarbeiter legen besonderen Wert darauf, dass die Mädchen nach ihrer Zeit in der Einrichtung weiter begleitet werden. Sie werden zu Hause und an ihrer Arbeitsstelle besucht, um so ihren Wiedereinstieg in die Gesellschaft zu erleichtern. Zur Hilfeleistung gehört unter anderem konstruktive Kritik und Wiedereingliederung in die Familie. Die Nachbetreuung hat keinen festen zeitlichen Rahmen. Keine der jungen Frauen wird im Stich gelassen.

Die finanziellen Mittel des Hauses MIA-ALMA werden durch die Katrin Rohde-Stiftung bereitgestellt.

AMPO-MIA-ALMA

AMPO-MIA-ALMA