Katrin Rohde

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Katrin Rohde

Geboren 1948 in Hamburg, Abitur in Oxford, Mutter eines Sohnes, eröffnet mit 24 Jahren ihre erste Buchhandlung

mit 40 Jahren das erste Mal nach Afrika gereist, um traditionelle Medikamente für einen Afrikaner in Schleswig-Holstein zu holen,

mit 44 Jahren den Entschluss gefasst, in Ouagadougou/Burkina Faso zu leben, um sich selbst um die Waisen- und Straßenkinder zu kümmern,

Eröffnung des ersten Waisenhauses 1996,

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes September 2001,

Im August 2002, Veröffentlichung des Buches
Mama Tenga – mein afrikanisches Leben;
Verlag Kiepenheuer & Witsch

Ernennung zum Ashoka Fellow im Frühjahr 2011

10jähriges Jubiläum der Katrin Rohde-Stiftung und 20jähriges Bestehen der AMPO-Einrichtungen in Burkina Faso im Jahr 2015

Katrin Rohde – Ihre Wertvorstellungen:

  1. „Es gibt Worte, die in der westlichen Welt an Wert verloren haben – ein wenig schuldbewusst konstatiert ein jeder, dass Zuversicht und Hingabe selten im allgemeinen Wortschatz in Erscheinung treten und nur noch im christlichen Kontext gebraucht werden. Hier in Afrika sind dies tägliche Anforderungen, über die auch beständig gesprochen wird; es gibt keine leeren Worte, sondern praktisch gelebte Werte, ohne die das Leben in Armut unerträglich wäre.“
  2. „Leicht wird vergessen, über welche kurze Zeitspanne diese Länder in die Freiheit entlassen wurden. Afrika braucht Zeit, so wie auch Europa Zeit brauchte, zumal heute die Einflüsse von Fernsehen und Radio bei den Afrikanern eine genauso verkehrte Vorstellung vom europäischen Leben hervorruft wie die Berichterstattung in Europa über Afrika.“
  3. „Jedes Mal bin ich erschrocken über das wenige Wissen voneinander, was ich auf beiden Kontinenten vorfinde, und ich finde, es ist die wichtigste Aufgabe, einen Austausch zu ermöglichen. Darum haben wir ständig deutsche Praktikanten und Zivildienstleistende in unseren Waisenhäusern, darum halte ich so viele Vorträge an deutschen Schulen. Andererseits nützt es den Afrikanern nichts, sich ständig auf Europa zu fixieren und ungeprüft und neidvoll Werte zu übernehmen, die gar nicht hierher passen.“
  4. „Wir versuchen den Kindern von A.M.P.O. Verantwortlichkeit und Aufgeschlossenheit beizubringen: ’Sei mutig, fange es selbst an, dabei helfen wir Dir’.“
  5. „Von 20 Kleinen zwischen 6 und 12 Jahren sind 9 Klassensprecher in ihren jeweiligen Schulen. Diese Zahlen sprechen für sich, in 10 oder 20 Jahren sind sie die Menschen, die die Politik Burkina Fasos mitbestimmen können.“

„Und in der Zuversicht darauf arbeite ich hingegeben weiter!“

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